ich sehe dich. Ich glaube, ich ahne, wie viel Schmerz, Sorgen und Ängste du gerade mit dir herumträgst. Das Verrückte ist: Niemand sieht es. Mit einem Lächeln, ein bisschen Wimperntusche oder einer weiten Hose merkt oft niemand, welchen Kampf du jeden Tag führst. Aber ich sehe dich. Ich sehe die Erschöpfung. Die Termine. Die Fragen ohne Antworten. Die Angst vor dem, was noch kommt. Und dieses Gefühl, vor einem riesigen Berg zu stehen, obwohl du eigentlich keine Kraft mehr hast, auch nur einen Schritt zu gehen. Manchmal habe ich gedacht, ich schaffe das alles nicht. Dass es einfach zu viel ist. Zu viele Schmerzen, zu viele Enttäuschungen, zu viele Momente, in denen ich mich nicht ernst genommen gefühlt habe.
Deshalb möchte ich dir heute etwas sagen: Du musst gerade nicht stark sein. Du musst niemanden beweisen, wie tapfer du bist. Du musst nicht positiv denken. Du musst nicht kämpfen, wenn du einfach nur müde bist. Du darfst traurig sein. Wütend sein. Erschöpft sein. Du darfst unter deiner Decke verschwinden und den Tag einfach nur überstehen. Und wenn sich alles furchtbar anfühlt, möchte ich, dass du weißt: Du bist nicht allein. Es gibt Menschen, die verstehen, wie sich diese unsichtbare Last anfühlt. Menschen, die dir glauben. Menschen, die zuhören. Auch deine Endometriose und Adenomyose machen dich nicht zu einem kaputten Menschen. Sie sind Teil deiner Geschichte, aber sie sind nicht alles, was du bist. Heute musst du nicht den ganzen Berg erklimmen. Für heute reicht es, einfach da zu sein. Ich denke an dich und schicke dir eine große Portion Wärme.
