Dieser zufällige Brief wurde von einer von Endometriose betroffenen Person geschrieben, die dir in diesem Moment ein paar Worte voller Verständnis und Liebe dalassen möchte. 

Hi,

vielleicht liest du diesen Brief an einem Tag, an dem dir alles zu viel ist. An einem Tag, an dem dein Körper laut ist, dein Kopf voll und dein Herz schwer. Vielleicht hast du das Gefühl, dass niemand wirklich versteht, wie viel Kraft es kostet, mit Endometriose zu leben – nicht nur an den schlimmen, sondern auch an den ganz normalen Tagen.
Ich kenne dieses Gefühl. Dieses Leben zwischen Terminen, Schmerzen, Hoffnungen, Enttäuschungen, Warten und Weitermachen. Das ständige Erklären müssen, obwohl man selbst manchmal kaum Worte dafür findet. Dieses Gefühl, dass der eigene Körper plötzlich zu etwas wird, mit dem man verhandeln muss.

Ich möchte dir nicht sagen, dass alles gut wird. Nicht, weil ich dir keine Hoffnung machen möchte, sondern weil ich weiß, wie leer solche Sätze manchmal klingen können. Was ich dir aber sagen möchte: Du musst gerade nicht wissen, wie du den ganzen Weg schaffen sollst. Es reicht, wenn du den heutigen Tag schaffst. Oder auch nur die nächste Stunde.

Du darfst traurig sein. Du darfst wütend sein. Du darfst erschöpft sein. Du darfst neidisch auf Menschen sein, deren Körper scheinbar einfach funktionieren. All das macht dich weder undankbar noch negativ. Es macht dich menschlich.
Und bitte vergiss nicht: Dein Leben besteht nicht nur aus dieser Erkrankung, auch wenn es sich manchmal so anfühlt. Da bist immer noch du. Mit deinen Gedanken, deinem Humor, deinen Träumen, deiner Art zu lieben, zu fühlen und die Welt zu sehen. Endometriose nimmt Raum ein, manchmal sehr viel Raum. Aber sie ist nicht alles, was du bist.

Du bist mit all dem nicht allein. Wirklich nicht.

Anonym

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