Blogbeiträge

Endometriose in allen Lebensphasen

Endometriose wird oft als „Frauenkrankheit im gebärfähigen Alter“ bezeichnet. Dieses Bild hält sich zwar hartnäckig, ist aber zu einfach gedacht. Denn die Realität ist deutlich komplexer: Endometriose kann bereits vor der ersten Periode beginnen, in der Jugend auftreten, sich über Jahre entwickeln und sogar nach den Wechseljahren bestehen bleiben.
Dieser Beitrag zeigt, warum Endometriose keine Frage des Alters ist und warum dieses Verständnis für Betroffene so wichtig ist.

Medical Gaslighting bei Endometriose

„Das ist normal.“
„Vielleicht sind Sie einfach etwas empfindlich.“
Solche Sätze hören Betroffene von Endometriose oft über Jahre hinweg. Was dabei oft passiert, hat einen Namen: Medical Gaslighting. Damit ist gemeint, dass Beschwerden heruntergespielt, fehlinterpretiert oder nicht ernst genommen werden – oft ohne böse Absicht, aber mit spürbaren Folgen für die Betroffenen.

Wie Endometriose das Leben beeinflusst

Endometriose beeinflusst nicht nur den Körper, sondern häufig auch den weiteren Lebensweg. Fehlende Diagnosen, Schmerzen und Unverständnis können Schule, Ausbildung, Studium und später auch das Berufsleben prägen. Ein zentraler Grund dafür ist, dass die Diagnose im Durchschnitt noch immer 7–10 Jahre dauert. Mehr Aufklärung und frühere Diagnosen könnten Betroffenen eine faire Chance im Leben geben.

Bitterstoffe bei Endometriose – meine Erfahrungen & die Wissenschaft dahinter

Bitterstoffe sind biologisch aktive Pflanzenstoffe, die über spezielle Rezeptoren unsere Verdauungsprozesse mitregulieren. In diesem Beitrag erfährst du, was die Forschung dazu sagt und welche Rolle sie im Zusammenhang mit Endometriose und sensibler Verdauung spielen können, denn viele Betroffene kämpfen zusätzlich mit Reizdarmsymptomen. 

Wie Endometriose eigenes Östrogen produziert.

Endometriose gilt als östrogenabhängige Erkrankung. Das bedeutet, dass das Hormon Östrogen eine wichtige Rolle dabei spielt, wie aktiv Endometrioseherde sind und wie stark sie wachsen. Viele denken dabei automatisch an die Eierstöcke, denn dort wird vor den Wechseljahren der größte Teil des Östrogens gebildet. Doch die Forschung zeigt: Die Situation ist etwas komplexer.

Warum dein Ferritin-Wert zu niedrig ist.

Eisenmangel kann sich schon lange vor einer sichtbaren Anämie durch Symptome wie Erschöpfung, Konzentrationsprobleme oder Haarausfall bemerkbar machen – deshalb lohnt sich ein Blick auf das Ferritin als Maß für die Eisenspeicher. Viele Fachgesellschaften sehen Ferritinwerte unter 30 µg/l als Mangel an, doch für eine gute Versorgung und Symptomkontrolle werden in der Praxis häufig Zielbereiche von mindestens 70 µg/l, teils sogar bis etwa 100 µg/l diskutiert.