ich schreibe dir diesen Brief, weil ich möchte, dass du für einen kurzen Moment innehältst. Leg eine Hand auf dein Herz, atme tief ein – und lies diese Worte nicht nur mit den Augen, sondern mit deiner Seele.
Du bist nicht allein.
Wenn der Schmerz kommt, hüllt er uns oft in eine tiefe Einsamkeit. Er isoliert uns in abgedunkelten Räumen, während draußen das Leben einfach weiterzugehen scheint. Vielleicht fühlst du dich manchmal unverstanden von Ärzt*innen, müde vom ewigen Erklären im Freundeskreis oder erschöpft vom Kampf gegen deinen eigenen Körper.
Aber ich möchte dir heute etwas sagen: Dein Körper ist nicht dein Feind. Er ist der Ort, an dem du lebst, und er leistet jeden einzelnen Tag Schwerstarbeit. Er kämpft an deiner Seite, nicht gegen dich.
Ein Versprechen an dich selbst:
Selbstliebe in stürmischen Zeiten.
Es ist unglaublich leicht, wütend auf den eigenen Körper zu sein, wenn er uns scheinbar im Stich lässt. Doch wahre Selbstliebe zeigt sich nicht nur an den schmerzfreien, sonnigen Tagen. Sie zeigt sich genau dann, wenn es am dunkelsten ist:
• Erlaube dir, schwach zu sein: Du musst nicht immer die „starke Kämpferin“ sein. Es ist absolut okay, wütend zu sein, zu weinen und die Ungerechtigkeit dieser Erkrankung zu verfluchen. Deine Tränen sind kein Zeichen von Schwäche – sie sind Medizin für deine Seele.
• Feiere deine Grenzen: Wenn dein Körper heute „Nein“ sagt, dann ist das ein „Ja“ zu dir selbst. Grenzen zu setzen, ist kein Scheitern, sondern die höchste Form der Selbstfürsorge.
• Sei sanft mit dir: Behandle dich an schlechten Tagen so, wie du deine beste Freundin behandeln würdest. Mit einer wärmenden Decke, sanften Worten und unendlicher Geduld.
Die unsichtbare Verbindung:
Wir sind viele!
Auch wenn wir uns vielleicht nie persönlich begegnen werden, gibt es ein unsichtbares Band, das uns verbindet. Wir teilen die gleichen schlaflosen Nächte, die gleichen Sorgen vor der nächsten Untersuchung, aber auch dieselbe unbändige, oft unterschätzte Kraft.
Wenn du das nächste Mal mit der Wärmflasche auf dem Sofa liegst und denkst, du schaffst es nicht mehr: Denk an uns. Denk an die Tausenden von Frauen, die in genau diesem Moment dasselbe durchmachen und in Gedanken deine Hand halten. Wir tragen diesen Kampf nicht allein. Wir tragen ihn gemeinsam.
Du bist so viel mehr als deine Diagnose. Du bist mutig, du bist wunderschön, in all deiner Verletzlichkeit, und du verdienst jeden Millimeter Liebe – vor allem von dir selbst.
Richte deine Krone aus Wärme und Mut, und atme tief durch. Du machst das großartig.
In tiefer Verbundenheit und voller Stolz auf dich,
